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11. Februar

Kinder dürfen nicht zum Armutsrisiko werden

© Maiha / PIXELIO

Sozialbericht enthält keine Aussagen zur Gesundheitsarmut.

"Die Reichen in Bayern werden immer reicher, die Armen immer ärmer", sagt der sozialpolitische Sprecher der FW-Landtagsfraktion, Dr. Peter Bauer (Ansbach). Das offenbare der Bericht der Staatsregierung zur sozialen Lage in Bayern, der zu dem Ergebnis kommt, dass mittlerweile mehr als jeder zehnte Bürger in Bayern armutsgefährdet und 7,8 Prozent aller Haushalte überschuldet seien. Scharf kritisiert Dr. Bauer, dass der Sozialbericht keinerlei Aussagen zur bestehenden Gesundheitsarmut in Bayern trifft. Dabei ist der Zusammenhang zwischen Armut und schlechtem Gesundheitszustand eindeutig wissenschaftlich nachgewiesen".

Besonders beschämend für Bayern: Alleinerziehende und Kinder seien dem Sozialbericht zufolge überdurchschnittlich von Armut betroffen. So beträgt das Wohlstandsniveau von Alleinerziehenden mit Kindern gemessen am Durchschnitt 72 Prozent, bei der Gruppe der Alleinerziehenden mit zwei oder mehr Kindern sogar nur 62 Prozent. Bei den unter 15-jährigen lebten momentan 146.925 Kinder (7,9%) in Haushalten, die Leistung gemäß SGB II bezögen. "Kinderarmut und Bildungschancen sind zwei Seiten derselben Medaille. Kinder dürfen nicht zum Armutsrisiko werden", kritisiert die familienpolitische Sprecherin Claudia Jung (Gerolsbach) und fordert verstärkte Anstrengungen bei der Beseitigung von Armutsursachen im familiären Bereich.

Auch immer mehr Rentner in Bayern geraten in Armut. Daran könne auch die Rentenerhöhung von 2,75 Prozent zu Beginn des Jahres nichts ändern, stellt der seniorenpolitische Sprecher Dr. Hans-Jürgen Fahn (Erlenbach) fest. Die steigende Inflation, die am höchsten bei den Energiepreisen zuschlägt, übersteigt die minimalen Erhöhungen bei weitem. Sie berücksichtigt nicht, dass es von 2004 bis 2006 überhaupt keine Rentenerhöhung gab, 2007 eine von nur 0,54 Prozent und 2008 von 1,1 Prozent. Es verwundere daher nicht, dass das Armutsrisiko bei Rentnern mit 18 Prozent überdurchschnittlich hoch sei.

Fw-Fraktionschef Hubert Aiwanger erklärt: "Armut und schlechte Lebensbedingungen in den ländlichen Räumen Bayerns sind mehr und mehr auch strukturell bedingt. Wer dort Armut bekämpfen will, muss für mehr Ganztagsschulen mit Mittagsverpflegung sorgen, Schulstandorte und Kindergärten erhalten, die medizinische Versorgung durch Haus- und Fachärzte und wohnortnahe Versorgung mit Lebensmitteln sicherstellen. In den Städten müssen wir das Entstehen von Problemmilieus durch eine gezielte Sozial- und Bildungspolitik verhindern".