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Stellungnahme Fußgängerzone

Stellungnahme des FW-Fraktionsvorsitzenden zur Fußgängerzone

Nachdem im Dezember das Verkehrsgutachten des Büros von Mörner vorgestellte wurde, geht es heute vor allem darum, welche Folgerungen aus der Untersuchung zu ziehen sind. Dass die Freien Wähler zum jetzigen Zeitpunkt noch kein fertiges Verkehrskonzept für die Innenstadt präsentieren, hat mit unserer Auffassung vom Umgang mit dem Bürger zu tun: Dieser ist zu hören und in angemessener Weise in die Entwicklung eines Konzepts einzubeziehen. Andererseits ist es wichtig, heute unsere Grundvorstellungen darzulegen, an denen sich das weitere Vorgehen orientiert.


Ein wesentlicher Aspekt für die Notwendigkeit einer Neuordnung ist die Tatsache, dass durch das neue Rathaus-Center eine völlig neue Situation in der Innenstadt entstanden ist, die nach Meinung der Freien Wähler eine grundlegende Überarbeitung des bisherigen Verkehrskonzepts erforderlich macht. Wir erhoffen uns vom neuen Rasthaus-Center eine Magnetwirkung, die der gesamten Altstadt zu Gute kommt.


Eine große, zentral gelegene Tiefgarage mit zusätzlichen Parkplätzen auf dem Rathausplatz sorgt dafür, dass Besucher der Innenstadt ihr Fahrzeug bequem abstellen können, ohne langwierige Parkplatzsuche. Die in wenigen Schritten erreichbare Mitteltorstraße wird davon erheblich profitieren. Das Rathaus-Center wird sich aber auch auf Bronnbacher Straße und Obertorstraße wirtschaftlich belebend auswirken.


Unabhängig von den Neubaumaßnahmen hat sich der innerstädtische Verkehr in den letzten Jahrzehnten generell verändert. Die allgemeine Zunahme des Verkehrsaufkommens schlägt auch auf den innerstädtischen Verkehr durch, leider auch der überall zu beobachtende Verfall der guten Sitten im Straßenverkehr. Als Beobachter des Geschehens muss man leider feststellen, dass die „verkehrsberuhigten Zonen“ in Mitteltor-, Obertor- und Bronnbacher Straße diese Bezeichnung schon lange nicht mehr verdienen.


Von Einhaltung der vorgeschriebenen Schrittgeschwindigkeit kann keine Rede sein. In der Mitteltorstraße gibt es einige wenige, in der Obertor-straße/untere Bronnbacher Straße gar keine zugelassenen Parkplätze. Dennoch wird da geparkt, wo es gerade günstig und bequem erscheint. Es macht nicht unbedingt Spaß, hier zu Fuß unterwegs zu sein. Leider fehlt es vielen Verkehrsteilnehmern an der einfachen Einsicht, dass permanenter und bewusster Regelverstoß Gegenmaßnahmen geradezu herausfordert.


In der Verkehrsuntersuchung des Büros von Mörner erhalten wir Auf-schluss über die
Verkehrsströme in der Innenstadt und können daraus Rückschlüsse ziehen. Das Gutachten bescheinigt dem Rathaus-Center sehr gute Anfahrbarkeit, was sich entlastend auf die gesamte Innenstadt aus-wirken wird. Auch bestätigt die Untersuchung des Ingenieurbüros, was man als Passant täglich beobachtet: Mitteltor- und Obertorstraße werden erheblich - und letztlich unnötig - durch Parksuchverkehr belastet. Wie die eigentlichen Ziele erkennen lassen (Mainkaiparkplatz bzw. Parkplatz Stadtmauergässchen), werden Mittetorstraße und Obertorstraße von vielen Verkehrsteilnehmern nur als Zufahrtswege, d. h. Durchgangsstraßen be-nutzt. Es handelt sich hier um Verkehr, der den Geschäften in der Altstadt überhaupt nichts bringt, aber Behinderungen in diesem Bereich verursacht.


Dies sind nicht alle, aber wichtige Punkte, die nach Ansicht unserer Fraktion ein neues
Verkehrskonzept im Altstadtbereich erfordern. Die Freien Wähler wollen dabei die Interessen aller Beteiligten im Auge behalten und diese – soweit möglich – auch in ihrem Konzept berücksichtigen. Dass man es nicht jedem recht machen kann, ist uns bewusst.

Die bisherigen internen Beratungen ergaben, dass sich eine Mehrheit der Fraktion durchaus vorstellen kann, in einer 6-monatigen Erprobungsphase eine Sperrung sowohl von Mitteltorstraße als auch von Obertorstraße vorzunehmen und so die Voraussetzungen für eine Erweiterung der Fußgängerzone zu prüfen.

Dabei müssen die Belange der Anwohner und Geschäfte konsequente Berücksichtigung finden. Beispielsweise müsste im Fall einer Sperrung der Obertorstraße das unmittelbare Umfeld genügend Parkmöglichkeiten bieten, um die Anbindung der dortigen Geschäfte zu sichern, über das Angebot im Rathaus-Center hinaus. Die Freien Wähler wollen deshalb, dass die bisherigen Parkmöglichkeiten am Stadtmauergässchen erhalten bleiben, als Kurzparkzone für rasche Erledigungen. Um nicht zu viel Verkehr in die Kolpingstraße zu ziehen, könnte die Zufahrt über den Rathausplatz erfolgen. Auch im Bereich der Petzoldstraße wäre darüber nachzudenken, wie man zur Obertorstraße hin die Möglichkeiten für kurzfristiges Parken verbessern kann.

Und klar ist für uns eines: Für längerfristiges Parken - wir denken hier besonders an die in der Innenstadt Beschäftigten und an Besucher von Arztpraxen - muss der alte Festplatz weiterhin zur Verfügung stehen. In dem zu entwickelnden Konzept müssen realistische und praktikable Lösungen für die Anfahrt zu den Hotels, für den Lieferverkehr zu den Geschäften und vor allem auch für die dort wohnenden Menschen erarbeitet werden.


Die Freien Wähler suchen gezielt den Dialog mit den Bewohnern und Geschäftsleuten der Altstadt, um zu tragfähigen Lösungen mit entsprechend hoher Akzeptanz zu kommen. Daher laden wir für kommenden Dienstag zu einer Gesprächsrunde mit den Betroffenen im Hotel Löwen ein. Bis zum Frühjahr soll ein Regelung stehen, die das leistet, was sich eigentlich alle wünschen:
Marktheidenfeld mit einer attraktiven Innenstadt weiter nach vorne zu bringen und das Bewusstsein zu stärken, dass es sich in dieser Stadt gut leben lässt.