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Engpässe in Main-Spessart
Engpässe in Main-Spessart

Kultusminister soll sich Lage vor Ort anschauen Trotz vieler Versprechen von Kultusminister Ludwig Spaenle und der von ihm ausgegebenen Maxime von Qualität und Gerechtigkeit in der Bildungspolitik bewertet Günther Felbinger aus Gemünden, Landtagsabgeordneter der Freien Wähler (FW), die Lage für die Schulen im Landkreis Main-Spessart kritisch. „Die Stundenzuweisungen an einigen Schulen für das nächste Schuljahr reichen nicht einmal aus, um an einigen Hauptschulen den Pflichtunterricht abzudecken“, stellt er in einer Pressemitteilung fest. Es sei ein eklatantes Missverhältnis zwischen den vom CSU-Kultusminister formulierten Ansprüchen der Bildungsgerechtigkeit und der realen Umsetzung speziell im Landkreis Main-Spessart feststellbar. Die Hauptschule Karlstadt und die Grundschulen Karlstadt und Bischbrunn-Esselbach nennt Felbinger als Beispiele. So seien der Hauptschule in Karlstadt vom Schulamte für das nächste Schuljahr nicht einmal ausreichend Lehrerstunden zugewiesen worden, um den Pflichtunterricht abzudecken. Anhand der Schülerzahlen wären 509 Lehrerstunden nötig, aber nur 501 sind zugewiesen worden. Für Felbinger ist dies auch ein Schlag ins Gesicht aller an der Schule engagierten Lehrkräfte, die dort seit Jahren hervorragende Arbeit leisten und künftig das vielfältige Zusatzangebot wie Schulband, Theater, Koch AG etc. nicht mehr anbieten können. Mannigfaltige Beschwerden von Eltern und Lehrern haben Felbinger veranlasst, die gravierenden Missstände in einem Brief an den Kultusminister zu formulieren und ihn gleichzeitig zu bitten, sich bei einem Besuch im Main-Spessart-Kreis vor Ort einen Eindruck über die Realitäten der Schullandschaft zu machen. Unzulänglich seien nach Ansicht Felbingers auch die groß angekündigten Verbesserungen bei Klassen mit einem hohen Anteil von Migrationsschülern und gleichzeitig vorhandenem sonderpädagogischen Förderbedarf. Wie könne es sein, dass es an der Grundschule Karlstadt trotz vorhandenem 22-prozentigem Migrantenanteil und bekanntem 25-prozentigem Anteil von Erstklass-Kindern, die bereits im Kindergarten sonderpädagogischen Förderbedarf angezeigt hatten, zu Klassenbildungen von 27 und 28 Schülern in den künftigen ersten Klassen komme? Damit liege man erheblich über dem bayernweiten Klassenstärkenschnitt. Dies treffe in gleichem Maße für die Verhältnisse an der Grundschule Bischbrunn-Esselbach zu, der für eine weitere Klassenbildung jahrgangsreiner Klassen im neuen Schuljahr 13 Stunden oder für die Bildung dreier jahrgangskombinierter Klassen zehn Stunden in der Zuteilung fehlen, sodass es dort zu je einer jahrgangsreinen und jahrgangskombinierten Klasse aus 1 und 2 kommen soll. Felbinger: „Das hat mit Bildungsgerechtigkeit nichts mehr zu tun.“

